Ich arbeite seit Monaten täglich mit Claude Code — an meinem eigenen Agenten-Stack, an ersten Projekten und an Produktideen, die ich ohne KI alleine nicht umsetzen könnte. Die Begeisterung, die mich dabei antreibt, kommt nicht aus Euphorie. Sie kommt aus dem konkreten Erleben: Anthropic veröffentlicht gerade Features, bei denen ich jedes Mal merke, wie sich das Arbeiten damit nochmal grundlegend ändert. Ich bin live dabei — und das treibt an.

Was ich dabei gelernt habe, hatte wenig mit den Tools selbst zu tun. Es hatte mit der Frage zu tun, was ich eigentlich von meinem Werkzeug verlange — und was das über meine eigene Arbeitsweise verrät.

Am 17. Juni spreche ich darüber beim AI Meetup Vorarlberg im GlessHub Lustenau. Kein Theorievergleich. Nur das, was ich wirklich erlebt habe.


Was Vibe Coding mit KI bedeutet — und was nicht

„Vibe Coding" ist ein Begriff, den KI-Forscher Andrej Karpathy 2025 geprägt hat. Die Idee dahinter: mit KI-Unterstützung bauen, ohne jeden Schritt selbst vollständig zu verstehen. Man beschreibt, was man will. Die KI schreibt den Code. Man testet, korrigiert, beschreibt neu.

Das öffnet Türen — gerade für Menschen, die keine Entwicklerinnen sind. Wer früher an der ersten Codezeile gescheitert wäre, kann heute ein funktionierendes Dashboard bauen. Wer denken kann, kann prompten. Ein Studium brauchst du dafür nicht. Ich habe es selbst erlebt — mehrfach, mit echten Ergebnissen.

Aber Vibe Coding ist kein Freifahrtschein. Es ist ein Arbeitsmodus mit eigenen Anforderungen — nur anderen als beim klassischen Programmieren. Man muss wissen, was man will. Man muss das Ergebnis beurteilen können. Und man muss rechtzeitig merken, wann man den Faden verliert und der generierte Code eine Richtung einschlägt, die man nicht mehr nachvollzieht.

KI erweitert das Handlungsspektrum. Sie denkt nicht für einen.


Claude Code und ein Projektansatz — mein Erfahrungsbericht

Der Unterschied zwischen Claude Code und N8N zeigt sich erst im echten Einsatz — nicht beim Ausprobieren. Für meine Arbeit bei MY SOULUTION — Agenten-Pipelines, automatisierte Workflows, eigene Produktentwicklung — habe ich beide Tools intensiv eingesetzt.

N8N ist das Rückgrat meiner täglichen Automatisierungen. Visuelle Flows, keine Codezeile nötig, transparent aufgebaut. Kunden können sehen, was gebaut wurde — ohne selbst Entwicklerinnen sein zu müssen. N8N ist zuverlässig dort, wo klare Datenflüsse, API-Verbindungen und strukturierte Prozessschritte gefragt sind. Es hat Grenzen. Aber innerhalb dieser Grenzen arbeitet es stabil und nachvollziehbar.

Claude Code löst andere Fragen. Wenn ich etwas brauche, das kein N8N-Node von Haus aus abbildet — ein spezifisches Script, eine komplexere Logik, ein Interface, das schnell stehen muss — dann ist Claude Code der direktere Weg. Die Lernkurve ist real. Der Moment, wo man nicht mehr genau versteht, was der generierte Code tut, kommt schneller als erwartet. Und er kommt bei mir regelmäßig.

Das eigentliche Learning lag nicht bei den Tools. Es lag bei der Frage: Was verlange ich eigentlich von meinem Werkzeug — und wie baue ich damit etwas, das hält?

Die Antworten darauf haben meine Arbeitsweise verändert. Wie integriere ich Datenschutz-Anforderungen von Anfang an — nicht als nachträgliche Checkbox, sondern als Teil der Architektur? Wie baue ich ein System, auf das ich mich verlassen kann, und das ich skalieren kann, wenn das Projekt wächst? Diese Fragen haben keine einfache Antwort. Aber sie zu stellen — das war der eigentliche Fortschritt.


Hochzeitspoeten.at — eine Idee, die zu früh kam

Ich habe das nicht zum ersten Mal: eine Idee, die lange auf ihren Moment wartet. Vor einigen Jahren habe ich zusammen mit drei Partnern hochzeitspoeten.at gegründet — eine Plattform für Hochzeitsdienstleister in Österreich. Das Projekt ist gut angelaufen. Aber der Weg dahin hatte eine sehr lange Pause.

Die Idee hatte ich schon einige Jahre, bevor wir sie tatsächlich umgesetzt haben. Die Idee war gut. Ich habe mich damals nicht in der Lage gefühlt, sie alleine umzusetzen: kein Netzwerk in Richtung Entwicklung, keine Kontakte zu Programmierern. Erst als ich einen der späteren Partner kennenlernte — jemanden, der im IT-Bereich schon einiges bewegt hatte — war der ausschlaggebende Punkt da: Das machen wir.

Heute würde ich hochzeitspoeten.at von Grund auf anders aufbauen — und deutlich spannender. Technisch ist heute so viel mehr möglich: Gamification-Elemente für Dienstleister, interaktive Portfolios, KI-gestützte Anfragen-Qualifikation, personalisierte Empfehlungen für Paare basierend auf Budget und Stil. Das Produkt wäre heute ein ganz anderes. Und der große Unterschied: Ich könnte es alleine umsetzen. Mit dem Agenten-Stack, den ich mir inzwischen aufgebaut habe, wäre von der ersten Idee bis zum laufenden System alles machbar — ohne externe Entwickler, ohne Wartezeiten auf jemanden, der den technischen Teil übernimmt.


Das AI Meetup Vorarlberg — Praxiswissen ohne Pitch-Druck

Das AI Meetup Vorarlberg ist eine monatliche Community-Veranstaltung im GlessHub Lustenau — bewusst kompakt gehalten: Kurzvorträge, Live-Demos, offene Diskussion. Keine Verkaufsveranstaltung, kein Frontalvortrag, kein Livestream. Menschen, die KI ernsthaft einsetzen oder verstehen wollen, und voneinander lernen.

Bisherige Vortragende haben unter anderem behandelt: Datenqualität als Fundament für KI-Systeme (Ramona Nussbaumer), Lernen mit KI (Dominik Volkert), Small Language Models in der Praxis (Slavko Klincov) und strategische KI-Initiativen von der Idee zur echten Lösung (Julian Schattner). Eine Mischung aus technischen und unternehmerischen Perspektiven.

Am 17. Juni 2026, 17:00–19:00 Uhr, bin ich dabei. Mein Thema: Vibe Coding mit Claude Code und N8N — von der Idee zur Umsetzung. Ich werde dabei auch auf aktuelle Entwicklungen eingehen: das neue /goal-Feature in Claude Code und weitere Releases von Anthropic, die gerade zeigen, wie sich KI-unterstützte Entwicklung verändert.

AI Meetup Vorarlberg · 17. Juni 2026

17:00–19:00 Uhr

GlessHub Lustenau · Millennium Park 6 · 6890 Lustenau

Alle Infos und Anmeldung: ai.glesshub.at


Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Claude Code und N8N?
Claude Code ist ein KI-gestützter Coding-Assistent — man beschreibt in natürlicher Sprache, was man braucht, und bekommt ausführbaren Code zurück. N8N ist ein visuelles Automatisierungstool ohne Coding-Voraussetzungen, ideal für Workflows, Datenflüsse und API-Verbindungen. In der Praxis ergänzen sie einander.

Was ist Vibe Coding genau?
Vibe Coding beschreibt einen Arbeitsmodus, bei dem mit KI-Unterstützung gebaut wird, ohne jeden Schritt selbst vollständig zu kontrollieren. Das Konzept wurde 2025 von KI-Forscher Andrej Karpathy geprägt. Für Nicht-Entwicklerinnen öffnet das echte Möglichkeiten — setzt aber voraus, Ergebnisse selbst beurteilen zu können.

Für wen ist das AI Meetup Vorarlberg?
Das AI Meetup Vorarlberg richtet sich an alle, die KI ernsthaft einsetzen oder verstehen wollen: Selbstständige, Unternehmerinnen, Entwickler, Beraterinnen. Es ist kein Einsteigerformat — aber auch keine rein technische Veranstaltung. Im Fokus steht der Praxisbezug.

Kann ich online teilnehmen?
Das AI Meetup Vorarlberg findet ausschließlich vor Ort im GlessHub Lustenau statt. Es gibt keinen Livestream und keine Aufzeichnung. Neuigkeiten gibt es über den Newsletter auf ai.glesshub.at.


Fazit

Claude Code und N8N sind keine Konkurrenten. Sie sind Werkzeuge — mit unterschiedlichen Stärken, klaren Grenzen, und einem sinnvollen Platz im gleichen Werkzeugkasten.

Was ich am 17. Juni mitbringe: meine Ideen, meine Visionen, meine Projekte. Was funktioniert hat — und was schiefgelaufen ist. Keine Hochglanz-Präsentation. Nur das, was ich wirklich erlebe.

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