Ätherische Öle
Sind Sie gestresst oder leiden Sie an innerer Unruhe? Dann sollten Sie an einem dieser Duftöle schnuppern. (© shutterstock)

Ätherische Öle gegen Stress

Duftende Entschleunigung: Lavendel entspannt, Vanille macht gute Laune und Bergamotte den Kopf frei. Wissenschaftlich bestätigt: Ätherische Öle beeinflussen das Gehirn, wirken auf die Psyche und schaffen kleine Wohlfühloasen im Alltag.


Lavendel neben dem Kopfpolster erleichtert das Einschlafen, der Geruch von Kakao beruhigt die Nerven und Vanille hebt die Stimmung. Was unsere Vorfahren intuitiv „wussten“, ist heute von der Wissenschaft bestätigt: Duftstoffe haben eine biologische Wirkung. Ätherische Öle können entspannend wirken, geistige Wachheit fördern, die Stimmung aufhellen und neue Energien verleihen. Daher sind sie auch eine wertvolle Hilfe bei Erschöpfung und Stress. „Der chemische Duftreiz wird in Bruchteilen von Sekunden in elektrische Impulse umgewandelt und schon mixt sich ein Gehirncocktail aus Botenstoffen zusammen“, erklärt Maria Kettenring, Expertin für ätherische Essenzen.

Besser schlafen mit ätherischen Ölen

So haben EEG-Untersuchungen gezeigt, dass Lavendelöl nicht nur angstlösend und entspannend wirkt, sondern auch den Schlaf verbessert, indem es den Anteil der für die Relaxation und Tiefenschlaf zuständigen Alpha-Wellen erhöht. Außerdem sollen die Duftkomponenten des Lavendels auch die Abwehrkräfte stärken.

Man kann Aromaöle in die Duftlampe ebenso wie in das Badewasser geben oder dem Massageöl beimengen. Aber auch Speisen und Getränke lassen sich mit ätherischen Ölen aufwerten. Für das „Doping“ mit Düften reichen aber schon geringe Mengen. „Schon ein Tropfen zu viel kann verhängnisvoll sein, da ätherische Öle sehr hohe Konzentrationen von Pflanzenteilen aufweisen“, so die Aromatherapeutin. Ganz entscheidend ist natürlich die Qualität der Pflanzen, aus denen die ätherischen Essenzen gewonnen werden und das Herstellungsverfahren.

Ätherische Öle zur Entspannung

Bei Stress haben sich vor allem diese Essenzen bewährt – ob in der Duftlampe, im Bad oder in einem Getränk:

  • Lavendel: Ein absoluter Entspannungsklassiker ist das Lavendel-Bad. Einige Tropfen Lavendelöl mit 2 EL Obers mischen und ins warme Badewasser geben.
  • Bergamotte:  Der warme Zitrusduft hilft bei Angst und depressiver Verstimmung und wirkt gleichzeitig stimmungsaufhellend, angstlösend und entspannend. Am besten an grauen Tagen ein paar Tropfen mit der Duftlampe im Raum verströmen lassen.
  • Vanille: Der Extrakt ist ein beruhigendes Nerventonikum mit stimmungsaufhellender Wirkung, da es die Ausschüttung des Botenstoffs Serotonin anregt.
  • Rosenöl: Ein Geheimtipp gegen Schlafstörungen und Unruhe ist dieses Rezept: 1-2 Tropfen Rosenöl in ein Glas mit naturtrübem Apfelsaft geben und langsam trinken.
  • Neroli: Das süß-fruchtige Schalenöl hilft bei Niedergeschlagenheit, geistiger Erschöpfung, Schlaflosigkeit und Angst. Bei großem Sress je ein Tropfen ätherisches Lavendel-, Sandelholz- und Neroliöl mit etwas Wasser in die Duftlampe geben. So verteilt sich die Essenz im Raum und die Seele kann wieder durchatmen.