Zwischen Olivenhainen & Weinbergen wird es nie eintönig. Im Val d’Orcia wird der weise Spruch „Der Weg ist das Ziel“ Realität.
Zwischen Olivenhainen & Weinbergen wird es nie eintönig. Im Val d’Orcia wird der weise Spruch „Der Weg ist das Ziel“ Realität. (© shutterstock)

Zwischen Zypresse und Olivenhain

Durchatmen, entspannen in der Natur oder in der Therme: Die Toskana schenkt magische Momente – vor allem im Spätherbst und Winter, wenn die Tage mild und die Hügel in sanftes Licht getaucht sind. Gedränge und Menschenansammlungen gibt es im malerischen Val d’Orcia nicht.


Im Spätherbst und Winter, wenn sich Kälte und Nebel hierzulande zunehmend die Hand reichen, kommt die Lust am Wandern eher selten auf. Dabei gibt es Gegenden, die auch zu dieser Jahreszeit besonders reizvoll für Touren sind, wie etwa die Toskana: Milde Temperaturen mit oft strahlendem Sonnenschein und azurblauem Himmel, den kein Wölkchen kreuzt, laden auch in der kalten Jahreszeit zum Wandern ein.

Ein Juwel der Toskana ist das Val d’Orcia: Südlich von Siena gelegen, gerade mal 40 Minuten mit dem Auto entfernt, ist das Tal entlang des Flusses Orcia ein eindrucksvolles Beispiel für die reizvolle und malerische Gegend: Schlanke Zypressen ragen inmitten der sanften hügeligen Landschaft hervor, da und dort findet sich eine alte Burg oder Festung auf der Spitze eines Hügels, im Tal liegt ein kleines Dorf. Beinahe fühlt man sich in ein prächtiges Gemälde versetzt.

Gut 200 Kilometer Wanderwege gibt es im Val d’Orcia. Für die meisten Touren muss man kein besonders erfahrener Wanderer sein, aber festes Schuhwerk und Regenschutz sind auch in der Toskana ein Muss. Und dann geht es zwischen verfallenen Monumenten aus längst vergangenen Zeiten und sanften Hügeln flott dahin. Felder, Eichenwälder, Olivenhaine und Weinberge wechseln sich ab und lassen den Ausblick nie eintönig werden.

Zypressen säumen die malerischen Wege der Toskana

Ein guter Ausgangspunkt für eine Winterwanderung im Val d’Orcia ist der Ort Bagno Vignoni. Der historische Thermalbadeort war schon bei den Etruskern, den Römern und den Medicis bekannt und beliebt. Den Dorfplatz, die Piazza d’acqua, ziert ein mittelalterliches Becken, wo das Thermalwasser aufgefangen wird. Durch den hohen Gehalt an Magnesium- und Kalziumsulfat gilt das Wasser der Quellen als heilend. Durch die Dämpfe des heißen Thermalwassers liegt im Winter ein Nebelschleier über dem Ort und lässt ihn mystisch erscheinen.

„Der Rundwanderweg nach San Quirico d’Orcia ist ein besonders schöner Ausflug, den ich gerne mache“, erzählt Christina Mairhofer. Die sportliche Tirolerin lebt heute mit ihrer Familie im Val d’Orcia und führt Wanderlustige auf verschiedenen Touren zu den schönsten Plätzen der Umgebung. Über Schotterstraßen und Feldwege geht es diesmal vom malerischen Bagno Vignoni Richtung San Quirico. Hier scheint die fernöstliche Weisheit „Der Weg ist das Ziel“ Realität zu werden. Man genießt das Gehen bei jedem Schritt.

„Der Weg bietet eine tolle Aussicht auf die Landschaft“, gerät Christina ein wenig ins Schwärmen. „Von Oktober bis Mitte Dezember ist Olivenernte, dann kann man auch mal zusehen, wie Olivenöl gepresst wird.“ Mit ein wenig Glück auch inklusive Verkostung edler Öle.

Rund acht Kilometer sind es bis San Quirico. Bei schönem Wetter zeigt sich in der Ferne auch der 1.738 Meter hohe Monte Amiata, der einzige Vulkan der Toskana. Am Weg lassen sich Raubvögel beobachten, die über den Hügeln ihre Kreise ziehen. Der Feldeggsfalke, eine der seltensten Falkenarten Europas, ist hier ebenfalls beheimatet. Gelegentlich springen Rehe aus dem Unterholz hervor oder ein Stachelschwein taucht am Pfad auf und breitet seine imposanten Stacheln aus.

Im Städtchen San Quirico säumen gemütliche Lokale die engen, mit Kopfsteinpflaster ausgelegten Gassen. „Hin und zurück ist man circa vier Stunden unterwegs, mit einer Wein-Degustation auch mal ein bisschen länger“, erzählt Christina lachend. Denn die Möglichkeit einer Weinverkostung gibt es natürlich in der Toskana fast überall. Die Wanderführerin kennt da auch den einen oder anderen Geheimtipp abseits touristischer Pfade. Nicht nur bei Olivenöl und Wein, denn: „Je nach Jahreszeit kann man in der Region auch auf Trüffel Suche gehen oder Wildkräuter sammeln.“

Ein Besuch der Stadt Pienza mit seiner entzückenden Altstadt lohnt sich ebenfalls, auch zur Verkostung von Pecorino. Die Herstellung des köstlichen Schafkäses hat hier eine jahrhundertealte Tradition, dafür ist Pienza auch in ganz Italien bekannt. Seinen typischen Geschmack erhält der Pecorino dabei durch besonders aromatisches Gras und Kräuter, die die Schafe auf den Weiden der Umgebung vorfinden.

Der krönende Abschluss des Wandertages findet dann im Adler Thermae Spa & Relax Resort statt: Das 5-Sterne-Haus, nur zehn Minuten zu Fuß von Bagno Vignoni entfernt, bietet ein exzellentes und abwechslungsreiches Wellnessprogramm.

Val d’Orcia entdecken …

Zwischen Zypresse und Olivenhain

Reisezeit: Ganzjährige Destination, selbst im Spätherbst und Winter hat die Toskana oft noch ein mildes Klima mit viel Sonne zu bieten. 

Tourenplanung: Für Touren im Val d’Orcia muss man kein sehr erfahrener Wanderer sein und kann aus einer großen Vielfalt an Wanderungen wählen: Rund 200 km beschilderte Wanderwege führen durch die malerische, idyllische Region.

Themenurlaub: Das Adler Thermae Spa & Relax Resort bietet bis 24.12. spezielle Programme zur Stärkung des Immunsystems