Wie viele Sonnenstürme bringt der nächste Zyklus?
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Wie viele Sonnenstürme bringt der nächste Zyklus?

Sonnenstürme sind enorme Plasmawolken, die sich im Sonnenwind ausbreiten und potentiell die Erde treffen können – und im Extremfall Stromausfälle und Probleme für Satelliten verursachen können. Doch wie verhält sich der Sonnenzyklus in den nächsten 10 Jahre? Ein internationales Team unter der Leitung des Grazer Instituts für Weltraumforschung (IWF) hat zwei Vorhersagen berechnet.


Ein internationales Team unter der Leitung des Grazer Instituts für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, hat neue Erkenntnisse üb die Anzahl der Sonnenstürme des nächsten Sonnenzyklus berechnet. Die Sonnenstürme könnten auf die Erde und Raumsonden wie Solar Orbiter und die Parker Solar Probe treffen.

Zwei Sonnenstürme pro Monat

Für eine Expert*innen-Kommission der NASA und NOAA in den USA deutet alles auf einen ähnlich schwachen Zyklus wie den letzten hin. Das bedeutet im Maximum etwa zwei Sonnenstürme pro Monat die die Erde treffen. Eine Studie unter der Federführung des High Altitude Observatory in Colorado, USA, zeigt aber ein anderes Ergebnis. Unter Berücksichtigung der Länge und Amplitude vorheriger Zyklen, könnte uns auch einer der stärksten Sonnenzyklen seit dem 18. Jahrhundert erwarten. Laut der neuen IWF-Studie würden in diesem Fall im Schnitt bis zu fünf Sonnenstürme pro Monat die Erde treffen. Das könnte zu bisher ungeahnten Herausforderungen für Satellitenbetreiber und Fluggesellschaften führen. Der Fall der höheren Aktivität weckt allerdings das Interesse der Wissenschaft.

Simulation der Parker Solar Probe
 
Simulation der Parker Solar Probe, die zweimal durch den magnetischen Kern eines Sonnensturms fliegt (© C. Möstl, A. J. Weiss )

Durchbruch mit Parker Solar Probe

Die Parker Solar Probe der NASA, die 2018 gestartet wurde, nähert sich alle paar Monate der Sonne bis auf wenige Millionen Kilometer. „Wir konnten nun zeigen, dass sich die Raumsonde dort so schnell bewegt, dass sie zweimal einen Sonnensturm kreuzen könnte, was neue bahnbrechende Erkenntnisse über die Entstehung und Ausbreitung von Sonnenstürmen ermöglichen sollte“, betont IWF-Forscher Christian Möstl, Erstautor der Studie. „Solar Orbiter könnte dann mit Bildern, die zeigen, wie der Sonnensturm über die Parker Solar Probe hinwegfegt, und danach mit Hilfe seines Magnetfeld-Messgeräts den entscheidenden Kontext liefern, um die Daten richtig zu interpretieren.“ Das IWF ist an Solar Orbiter sowohl am Magnetfeldmessgerät als auch am Bordcomputer beteiligt.

Simulation der Parker Solar Probe

Das laufende Forschungsprojekt wird vom FWF finanziert. Hier gibt es alle Publikation

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