Der Luchs kommt in seine alte Heimat
Luchsfamilie (©Shutterstock)

Der Luchs kommt in seine alte Heimat

Hätten Sie gewusst, dass der Luchs früher bei uns heimisch war? Doch vor 100 Jahren wurde er brutal ausgerottet. Jetzt braucht der Luchs Ihre Hilfe, um zu überleben.


Der wunderschöne Luchs, kommt vereinzelt wieder und es besteht die Chance, dass die Raubkatzen in unseren Wäldern wieder heimisch werden. 

Nach über 100-jähriger Abwesenheit kehrt der um 1900 fast in ganz West- und Südeuropa ausgerottete Luchs langsam in seinen ursprünglichen Lebensraum zurück. In der Schweiz, in Slowenien, Österreich, Frankreich, Italien, Deutschland und Tschechien gab es seit 1970 verschiedene Wiederansiedelungsversuche in der Schweiz, in Slowenien, Österreich, Frankreich, Italien, Deutschland und Tschechien. Es wurden dadurch etliche regionale Erfolge erzielt, und es ist teilweise gelungen, Luchs Populationen wieder anzusiedeln. Leider ist die Art trotzdem noch immer gefährdet.

Der Luchs

Lebensraum

Der eurasische Luchs verbreitet sich vorrangig dort, wo es Wälder mit zahlreichen Huftierbeständen gibt.
In Europa besiedelt er von den mediterranen Hartlaubwäldern bis zu den borealen Nadelwäldern alle Klimazonen von der Meereshöhe bis zur oberen Waldgrenze im Gebirge.

Sozialverhalten

Luchse sind wie die meisten Katzen Einzelgänger. Der Luchs ist zeitgleich mit seinen Beutetieren fast immer am Abend und in der Nacht aktiv. Als Einzelgänger leben sie in festen Revieren, in denen sie keine anderen erwachsenen Tiere des gleichen Geschlechts dulden.

Nahrung

Als drittgrößter Beutegreifer Europas jagt er in den Alpen vor allem Paarhufer wie Reh und Gams. 

Der Luchs ist ein Anschleichjäger. Mit den Krallen der Vorderpranken greift er das Opfer und tötet es mit einem gezielten Biss in die Kehle. Großen Knochen, den Kopf, das Fell sowie den Verdauungstrakt lässt er übrig. 

Ein Luchs erlegt pro Woche durchschnittlich ein Reh oder eine Gams – rund 60 Tiere pro Jahr. Schlägt ein Überraschungsangriff fehl, verfolgt er die Beute nicht weiter.

Fortpflanzung

Die Luchse Paaren sich von Februar bis April. 

Das Weibchen wirft Ende Mai bis Anfang Juni, nach einer Tragzeit von ca. 70 Tagen.
Danach kommen ein bis vier Jungen in einer Höhle oder unter einem umgestürzten Baum zur Welt.
In den ersten Wochen werden sie von der allein aufziehenden Mutter gesäugt, bis sie ihr erstmals zu einem Beutezug folgen können. Viele überleben das erste Jahr der Unabhängigkeit nicht. Nur wenn es gelingt, ein eigenes Revier zu besetzen, kann sich ein Luchs langfristig etablieren und fortpflanzen.

 In der Wildnis können eurasischen Luchse 17 Jahre, in Gefangenschaft bis zu 25 Jahre alt werden.

Geben Sie dem Luchs eine Chance

Obwohl der Luchs in den Alpen heute ausgedehnte und gut geeignete Lebensräume vorfindet und durch internationale Verträge und nationale Gesetze in allen Alpenländern streng geschützt ist, scheint seine Zukunft im Alpenraum deshalb alles andere als gesichert. Die geringe Anzahl von Individuen, illegale Verfolgung und die Isolation der Populationen und damit Inzucht stellen ein ernsthaftes Problem dar. 

Wer dem Luchs bei seiner Ansiedelung helfen will, kann jetzt Pate werden oder eine Patenschaft verschenken. Der Luchs braucht Ihre Hilfe, um zu Überleben. Werden Sie jetzt Pate. 

Ihre Patenschaft dient dem Schutz und der Förderung der kleinen Luchsvorkommen in Österreich. Umsiedlungsprojekte sind dringend nötig und sollen dabei helfen die Luchs-Vorkommen in den österreichischen Alpen zu stärken. Auch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung für diese faszinierende Tierart kann ihr Überleben sichern.Dafür ist kontinuierliche und offene Kommunikation zwischen den beteiligten Interessengruppen notwendig.Zusätzlich hilft ihre Patenschaft dabei möglicher Wanderwege (Grünbrücken) zu schaffen, damit auch eine natürliche Wiederbesiedelung möglich ist. 

Autorin: Julia Reißner